Im Zeichen des blauen Zepters - Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin blickt 2013 auf ihr 250-jähriges Bestehen zurück



Friedrich der Große gründete 1763 die Königliche Porzellanmanufaktur. In der Wegelystraße 1 steht seine Büste zum Transport in den Handel bereit.



Besucher der „KPM-Welt“ können eine reich mit Porzellan aus dem 18. Jahrhundert gedeckte Tafel betrachten.



In einer Schauwerkstatt wird gezeigt, welcher Mühe die Anfertigung von Schalen und Figuren und ihre Bemalung es bedarf.



Zu den Kostbarkeiten der ständigen Ausstellung „KPM-Welt“ gehört auch diese in ehemaligen Brennöfen aufgestellt Figurengruppe aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. (Fotos: Caspar)

Die Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin bereitet sich auf ein wichtiges Datum ihrer Geschichte vor. 2013 ist es 250 Jahre her, dass Preußens König Friedrich II., der Große, die Fabrik für 250 000 Taler von dem in Konkurs gegangenen Unternehmer Johann Ernst Gotzkowski übernahm. Von nun ab konnte der Monarch sein Faible für das „weiße Gold“ ausleben, und er bestimmte bis in die Details, mit welchen Farben, Formen und Dekore das Berliner Porzellan ausgestattet werden soll. Die KPM startet mit Blick auf ihr Jubiläum eine neue Imagekampagne und überarbeitet ihren Internetauftritt. Außerdem sind Sonderverkäufe im Handel sowie der Ausbau der internationalen Präsenz der Manufaktur vorgesehen. Höhepunkt der Aktivitäten ist eine großartige Geburtstagsfeier am 19. September 2013. Darüber hinaus stellt die KPM mit 22 exklusiven Sammler-Editionen Meilensteine aus ihrer 250-jährigen Geschichte und dokumentiert mit ihnen das hohe künstlerische Niveau und das von Generation zu Generation weitergegebene Können der Modelleure, Maler, Brenner und anderen Manufakturisten.

Wer nicht bis zum Jubiläum warten möchte, kann sich in der ständigen Ausstellung „KPM-Welt“ in den historischen Fabrikgebäuden an der Wegelystraße unweit des S-Bahnhofs Tiergarten darüber informieren, was seit den Zeiten Friedrichs des Großen produziert und mit der blauen Zeptermarke gezeichnet wurde. Man erfährt dort, dass der porzellanbegeisterte Herrscher nicht weniger als 21 Tafelservices für seine Schlösser in Auftrag gab. Da Porzellan damals ein mit viel Prestige verbundenes Luxusgut war, setzte er die Berliner Geschirre, Tafelaufsätze, Figuren und anderen Erzeugnisse als diplomatische Geschenk ein und machte so seine Manufaktur in ganz Europa bekannt. Die „KPM-Welt“ ist von Montag bis Samstag von 18 bis 18 Uhr geöffnet. Das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zeigt im Schloss Köpenick bis September 2013 eine Auswahl kostbarer Porzellane aus der Zeit Friedrichs des Großen. Die Ausstellung kann im barocken Ambiente donnerstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr betrachtet werden.

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