Figurenschmuck kann warten - Förderverein Berliner Schloss hat erst 29 Millionen Euro an Spenden beisammen



Eine Ausstellung in der Humboldt-Box gleich bei der Baustelle informiert über die wechselvolle Geschichte des Berliner Schlosses und vermittelt einen Vorgeschmack auf den Neubau, der 2019 als Humboldt-Forum eröffnet werden soll. (Foto: Caspar)

Der Förderverein Berliner Schloss will 80 Millionen Euro für die Gestaltung der Barockfassade des künftigen Humboldt-Forums sammeln, hat aber erst 29 Millionen Euro beisammen. Während schon die Fundamente und erste Mauern des künftigen Humboldt-Forums entstehen, hofft man im Förderverein auf stärker sprudelnde Einnahmen. „Nach der Grundsteinlegung im Juni und den ersten Arbeiten sehen wir mit großer Freude, wie die Zweifel an dem Projekt schwinden und die Spendenbereitschaft steigt. Von Jahresbeginn 2013 konnten wir beachtliche 4,5 Millionen Euro an Spenden einnehmen, das sind doppelt so viel wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres“, freut sich Wilhelm von Boddien, der das Projekt in den neunziger Jahren angeschoben und viel Aufmerksamkeit mit einer spektakulären Schlossinstallation erzielt hatte. Nach den aktuellen Planungen sollen jene Bildhauerarbeiten warten, die sich später auch mit Hilfe eines Autokrans anheben und mühelos in die Fassade einfügen lassen. Der barocke Figurenschmuck werde so weit wiederhergestellt, wie Geld vorhanden ist, fügt Manfred Rettig, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Berliner Schloss hinzu. Der Wiederaufbau des Humboldt-Forums mit Räumen für die außereuropäischen Sammlung der Stiftung Preußischer Kulturbesitz sowie für Ausstellungen der Stiftung Stadtmuseum und der Humboldt-Universität liege im Zeit- und Kostenplan. Ende 2014 werde der Rohbau stehen, die Eröffnung sei für 2019 vorgesehen. Unzufrieden ist Rettig mit den Planungen für die Umgebung des Humboldt-Forums. Es könne nicht sein, dass es wie ein Solitär in kahler Umgebung steht. Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung wiegelt ab und erklärt, es bestehe kein Grund zur Panik. Für den Bereich gebe es konkrete Planungen, die parallel zum Wiederaufbau des 1950 abgerissenen Berliner Schlosses realisiert werden sollen.

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