Bilder aus dem ehemaligen Scheunenviertel -
Im U-Bahnhof Rosa-Luxemburg-Platz machen alte Fotos mit einem Stück Stadtgeschichte bekannt



Interessiert betrachtet werden im U-Bahnhof Rosa-Luxemburg-Platz die aus den Beständen des Berliner Landesarchivs stammenden Bilder aus dem 19. und 20. Jahrhundert. (Foto: Caspar)

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) schmücken nach und nach ihre S- und U-Bahnhöfe mit großformatigen Grafiken und Fotos, die auf interessante Stationen der Stadt- und Verkehrsgeschichte aufmerksam machen und den Wartenden die Zeit verkürzen. Neueste Errungenschaft ist eine Bilderfolge an den Wänden des U-Bahnhofs Rosa-Luxemburg-Platz. Sie macht darauf aufmerksam, dass der Stadtraum im ehemaligen Scheunenviertel mehrfach seinen Namen geändert hat. Ursprünglich hieß er Babelsberger Platz beziehungsweise Bülowplatz. Die Nationalsozialisten gaben ihm den Namen Horst-Wessel-Platz nach einem von ihnen wie ein Heiliger verehrten „Blutzeugen“ der NS-Bewegung. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und der Hitlerdiktatur sagte man zu dem Raum, in dessen Mittelpunkt sich die Volksbühne erhebt, Luxemburg-Platz, der 1969 eine letzte Änderung in Rosa-Luxemburg-Platz erlebte.

Die vom Landesarchiv für die Bilderfolge zur Verfügung gestellten Bilder machen mit der Geschichte des von einfachen, oft sehr armen Leuten bewohnten Scheunenviertels am Rande der preußisch-deutschen Haupt- und Residenzstadt bekannt und zeigen, welche Häuser sich hier dicht an dicht drängten und wie das Areal heute nach Beseitigung von Kriegsschäden und der Errichtung von Neubauten beschaffen ist. Hingewiesen wird mit einem alten Foto auch, dass sich am damaligen Bülowplatz die Zentrale der Kommunistischen Partei Deutschlands befand, deren Anhänger sich vor über 80 Jahren mit den Nazis heftige, zum Teil blutige Straßenschlachten lieferten.

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