Die schönsten Krippen der Welt -
Ausstellung in der Alten Münze stimmt auf die Weihnachtszeit ein



Bei den aus Italien stammenden Weihnachtskrippen mit handgroßen Tonfiguren stimmt jedes Detail. In der Alten Münze kann man sich davon überzeugen. (Foto: Caspar)

Die heilige Familie im Stall von Bethlehem, Ochs und Esel und die drei Weisen aus dem Morgenland bevölkern die Alte Münze am Molkenmarkt (Eingang Am Krögel). Die Ausstellung „Die schönsten Krippen dieser Welt“ lädt bis zum 5. Januar 2015 zum Besuch ein. Weihnachtskrippen haben eine lange Tradition. In allen Kirchen und in vielen städtischen Haushalten werden in diesen Tagen die kunstvoll geformten Objekte zur Freude der Jungen und Alten aufgestellt. Sie transformieren die Berichte aus dem Neuen Testament in Figuren, Gebäude und Landschaften und vermitteln eine Ahnung von dem, was sich in der legendenumwobenen Heiligen Nacht abgespielt haben mag, was ihr voran ging und was ihr folgte.

Der Pariser Journalist und Sammler Philippe Chalon brachte180 Krippen an die Spree, große und kleine Darstellungen der Geburt Christi aus Holz und Keramik, die er überall auf der Welt hatte kaufen können. Die einen sind naive Nacherzählungen des biblischen Geschehens, andere sind hochkünstlerische, fein modellierte Szenarien, in denen tausende Arbeitsstunden stecken. Raffinierte Arrangements gewähren einen durch Spiegel in die Tiefe gelenkten Blick über den Geburtsort im Stall von Bethlehem weit in die Landschaft hinaus.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen auf einem Podest figurenreiche Krippen, die eine italienische Künstlerin geschaffen hat. Bis auf die letzte Kleiderfalte hat sie alles so gestaltet, wie es vor über 2000 Jahren in der Heiligen Nacht ausgesehen haben mag. Wenige Schritte weiter sind die berühmten Krakauer Krippen aufgestellt, bunt bemalte Nachbildungen der Marienkirche in der ehemaligen Krönungsstadt der polnischen Könige.

Die trickreich ausgeleuchtete Ausstellung findet in abgedunkelten Räumen der Alten Münze statt, in der bis Ende 2005 das mit dem Berliner Kennbuchstaben A gezeichnete Hartgeld der Bundesrepublik Deutschland hergestellt wurde. In der NS-Zeit als Reichsmünzanstalt erbaut, wurde das Gebäude im Zweiten Weltkrieg beschädigt und danach zum VEB Münze der DDR ausgebaut, die hier bis 1990 tätig war. Die Arbeits- und Transportbedingungen in dem weitläufigen Komplex waren so ungenügend, dass 2006 der Umzug nach Reinickendorf, in eine ehemalige Glasfabrik an der Ollenhauerstraße 96, erfolgte.

Die Krippenausstellung ist täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 10, ermäßigt 6 Euro. Gruppen ab zehn Personen zahlen 6,50 Euro pro Person und Familien bis zu fünf Personen 20 Euro. Die französische Internetseite hat die Adresse www.lescrechesdumonde.com.

Zurück zur Themenübersicht "Berlin und das Land Brandenburg"